So geht’s!
Erstmal wird man natürlich Mitglied bei XING. Weil der Auftrag vom Boss kommt und einem XING eigentlich am Popo vorbeigeht, sieht das Profil so aus:

Positiv: Es stehen keine übertriebenen Karrieredaten im Profil.
Negativ: Es steht auch sonst nichts (nichts!) im Profil.
Das wird nicht besser, wenn man sich anmeldet:

So zeigt man schon von vorneherein, dass es einem nicht um Kontakte oder sonstwas geht, sondern wirklich nur um professionelles Networking. Also..professionell im Sinne von “hier will ich $Geld oder $Reputation verdienen oder mache das weil mein $Boss das will”. Sicher, man muß da nicht seine Lebensgeschichte ausbreiten, aber etwas Informationen wären ja nicht schlecht.
Beeindruckend auch die Zahl der Kontakte: 36. Und – ganz professionell – die kann jeder sehen.
Dann macht man sich auf die Suche nach seiner Zielgruppe:
Die Powersearch bei mir zeigt dann an:
PR Guy: Premium Member
$Coolname PR-Network GmbH: Search for organizations, “haves”, previous title, title
Ich habe einen der Jobtitel in meinem Profil, die über die CxO-Suchen gefunden werden. Das ist einfach, denn schließlich wissen wir ja alle was ein CxO macht (Firmengrösse und Skills spielen im C-Level ja keine Rolle mehr, das wissen wir alle).
Dann bekommen die Opfer, err, die Zielgruppe eine Nachricht:
From: PR Guy
To: Me
Date: 24 Aug 2010, 12:33 am
Subject: Invitation to the group “CleanEnergy-Project”
PR Guy would like you to join a group
Hello Mr. me
ich möchte Sie gerne in das $Marketing Project einladen, eines der größten Netzwerke für erneuerbare Energien und Umwelt.
Mehr als 20.000 interessierte Mitglieder haben sich dem Netzwerk angeschlossen. Wir betreiben ein Online Magazin, um mit täglichen Beiträgen über Energie- und Umweltthemen zu informieren, organisieren Events und begleiten ökologisch sinnvolle Projekte.
Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen
Herzliche Grüße
$Marketing Project Team
Oh, PR-Guy hat also 20.000 Mitglieder in seiner Gruppe versammeln können? Wow. Und das auf der Basis von 36 Kontakten? Beeindruckend. Sexy finde ich auch “Hello”. Und dass es dann auf Deutsch weitergeht, aber das sind sprachliche Animositäten, meinerseits.
Wirklich interessant an der Einladung ist aber, dass sie weder mit mir persönlich, noch mit meinem Job, noch mit irgendeinem Merkmal meines XING-Profiles irgendwas zu tun hat. Da macht das ja richtig Sinn, dass ich Mitglied Nummer 20.001 werde :-o
Übrigens – das ist nicht die einzige sinnlose Kontaktaufnahme in Xing, aber sie sticht durch ihre beeindruckende Schlichtheit wirklich hervor.